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“Gorgonized”?
Der Begriff “Gorgonized” stammt aus der griechischen Mythologie und bedeutet so viel wie “versteinern”.
Mit ihrem Blick konnte Medusa (eine der Gorgonen) ihre Gegner zu Stein erstarren lassen.
Der Begriff “Gorgonized” steht hier also für unsere Gitarren mit Decken aus echtem Stein und Edelstein.

Wie kommt man auf eine so verrückte Idee?
Auf die Idee hat uns im Jahr 2007 der Telefonanruf eines netten Gitarristen gebracht, der uns fragte ob es denn möglich wäre eine E-Gitarre aus Stein zu bauen.
Nach vielen Diskussionen und langer Planung habe wir begonnen die erste Gitarre aus Spektrolith zu bauen und diese spezielle Bauform patentieren lassen.
2009 wurde diese Gitarre erstmals auf der Musikmesse in Frankfurt ausgestellt. (Bild rechts)

Was wiegt so ein Teil?
Die Konstruktion mit Decke, Boden und Zargen aus Spektrolith war mit einem Gewicht von 5,9 Kilogramm leider viel zu schwer um sie längere Zeit bequem spielen zu können.

In den darauf folgenden Jahren haben wir die Konstruktion und das Design kontinuierlich verbessert und durch Optimierung des Klangkörpers, welcher
jetzt aus Mahagoni besteht, das Gewicht auf 3,2 bis 3,8 Kilogramm reduzieren können.

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Wie klingt so eine “gorgonized” Guitar?
Der Unterscheid liegt im Prinzip schon in der völlig unterschiedlichen Materialstruktur.
Auf der einen Seite Holz mit einer relativ lockeren Zellstruktur – auf der anderen Seite Stein mit einer
molekularen Kristall-Gitter-Struktur.
Während sich der Schall im Holz am besten entlang der Fasern ausbreitet, wird er im Stein dagegen gleichmäßig nach allen Richtungen übertragen.
Das bewirkt, dass sie Steindecke deutlich gleichmäßiger und länger ausschwingt nachdem die Saiten angeschlagen wurden. Oder wie wir Gitarristen sagen: „Schöneres Sustain“.
Ich habe bei der Konstruktion darauf geachtet, dass die Brücke mit den Saiten direkt auf der Steindecke montiert wird und die Saiten durch den Body geführt werden.
Dadurch wird ein schnelles und kräftiges Einschwingen der Decke nach dem Anschlag gewährleistet.
Oder wie wir Gitarristen sagen: „Schnelles Attack“.
Ein weiterer Vorteil der Stein-Decke besteht darin, dass sie für Rückkopplung seitens der Lautsprecher deutlich weniger anfällig ist als eine Decke aus Holz.
Gerade eine solche Konstruktion mit Holzdecke neigt bei Verzerrung und hoher Lautstärke zur Rückkopplung, da die leichte Holz-Decke durch die Schallwellen der Lautsprecher zum Mitschwingen angeregt wird.
Die Decke aus Stein reagiert dagegen auf die externen Schallwellen eher gelangweilt.
Das kommt neben der Härte des Materials auch durch das Gewicht der 5mm starken Decke.
Auf den Saitenanschlag dagegen reagiert die Decke dann wiederum sehr schnell und kräftig.
Zwar fühlt sich die Stein-Decke anfangs etwas kalt an (was sich aber nach wenigen Minuten gibt), dafür bleibt man aber mit dem Unterarm auch nicht an der Decke „kleben“ wie das bei vielen hochglanz-lackierten Decken der Fall ist.
Zudem ist die Decke aus Stein deutlich widerstandsfähiger gegen Kratzer oder Beschädigungen als eine Decke aus Holz.
Man sollte beide Gitarren nach hundert Jahren  vergleichen.
Die Holz-Decke ist dann garantiert rissig, vergilbt, spröde und zerkratzt.
Die Stein-Decke dagegen………naja…es ist Stein, was soll man da noch sagen?
Zudem ein interessanter ökologischer Vorteil: Gerade für die Decken von herkömmlichen Gitarren werden immer gerne seltene Edelhölzer verwendet.
Bei den Decken aus Stein kann auf den Ab- oder Raubbau an Edelhölzern völlig verzichtet werden, und trotzdem ist die Vielfalt an Farben, Strukturen und Mustern bei Natursteinen ungleich größer als bei Hölzern.
Dadurch ist jede Decke ein Unikat und so fälschungssicher wie ein Fingerabdruck.
Und das Tolle daran: Man muss sie nicht erst lackieren order beizen.
Naturstein gibt es eben in jeder Farbe – ganz natürlich und ohne Lack oder Beize.
Dazu kommt noch ein komplettes Universum an Strukturen die man bei Holz eben nicht findet.
Ich spreche von Fossilien oder kristallinen Strukturen die man bei Holz vergeblich suchen wird.
Für viele eingefleischte Gitarristen natürlich eine bittere Pille – aber die Decke aus Stein ist einer Decke aus Holz schlichtweg überlegen.
Aber ganz ohne Holz geht es eben doch nicht.
Gerade das Zusammenspiel der Holz-Komponenten mit der eingelegten Stein-Decke erzeugt ein einzigartiges Klangbild und Volumen.
Dabei tönt die Gitarre alles andere als steril oder seelenlos.
Die Gorgonized Guitars zeigen einen stark ausgeprägten Klangcharakter der durch die Vorzüge der Steindecke nur noch mehr betont wird.
Auf der NAMM show in Anaheim konnte das fachkundige Publikum in Januar diesen Jahre die Gorgonized Guitars erstmals ausgiebig testen.
Die Resonanz war beeindruckend.

Gibt es diese Instrumente auch mit anderen Stein-Decken?
Als Decken der Gorgonized Modelle sind unzählige Stein-Sorten mit allen möglichen Farben und Strukturen möglich.
Die Vielfältigkeit der verwendeten Decken ist fast grenzenlos, und jede Gorgonized Gitarre ist ein absolutes Unikat.
Wir besuchen Messen, Händler und Steinbrüche
um besonders schöne Stücke aus aller Welt zu finden.
In Zukunft wird es die Gorgonized Modelle noch in vielen weiteren Farben und Facetten geben.

Welche Tonabnehmer werden verwendet, und kann ich auch eigene Wünsche mit einbringen?
Wir verwenden gerne Pickups von Harry Häussel, Lace Alumitones, Alan Entwistle, DiMarzio, Kammerstein und viele weitere Typen die wir mögen.
Natürlich gehen wir gerne auf Kundenwünsche ein, und wir freuen uns immer wenn wir spezielle Wünsche erfüllen dürfen.
Als Ansprechpartner im Custom-Shop stehen wir gerne jederzeit zur Verfügung und freuen und immer über nette Mails.

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